18. Februar 2026

Regionalkonferenz Heidelberg: Austausch zur Innungsarbeit

Die Tour durchs Land geht weiter: Anknüpfend an die Regionalkonferenz in Karlsruhe im vergangenen Jahr fand Ende Januar 2026 eine weitere Regionalkonferenz in Heidelberg statt. Zehn Vertreterinnen und Vertreter aus den Innungen der Region nutzten die Gelegenheit zum intensiven Austausch über aktuelle Herausforderungen der Innungsarbeit. Im Fokus stand insbesondere die Mitgliederwerbung, aber auch Veranstaltungsformate und die zukünftige Ausrichtung der Innungen.

Veranstaltungen als Anker der Innungsarbeit

Zu Beginn wurden die Erfahrungen mit bestehenden Veranstaltungsformaten diskutiert. Viele Innungen berichteten von einem breiten Angebot, das von Innungsversammlungen mit Fachvorträgen über Sommerfeste und Weihnachtsfeiern bis hin zu Winterbrunch, Damenausflügen oder Tagen der offenen Tür reichte. Gut gewählte Themen und attraktive Veranstaltungsorte wirken sich dabei spürbar positiv auf die Teilnahme aus. Gleichzeitig wurde deutlich, dass klassische Formate teils rückläufige Anmeldezahlen verzeichnen und neue Ideen gefragt sind, um Mitglieder dauerhaft zu erreichen und einzubinden.

Information allein reicht nicht mehr aus

Ein zentrales Thema der Konferenz war die Mitgliedergewinnung. Einigkeit bestand darin, dass der reine Informationsvorteil der Innung heute weniger Gewicht hat, da viele Inhalte schnell online verfügbar sind. Umso wichtiger wird die persönliche Ansprache. Besonders erfolgreich ist nach Einschätzung der Teilnehmenden der direkte Kontakt zu potenziellen Mitgliedsbetrieben, etwa auf Basis neuer Rolleneinträge oder im persönlichen Gespräch im Berufsalltag.

Junge Zielgruppen frühzeitig einbinden

Intensiv diskutiert wurde auch die Ansprache junger Unternehmerinnen und Unternehmer. Formate wie Jungunternehmerstammtische, Informationsangebote bei Abschlussfeiern der Meisterschule oder der Einsatz von Ausbildungsbotschaftern wurden als sinnvolle Zugänge genannt. Gleichzeitig zeigte der Austausch, dass nicht jedes Format automatisch zum Erfolg führt und regionale Unterschiede eine große Rolle spielen. Konsens war, dass Mitgliederwerbung idealerweise früh ansetzen sollte, bereits ab dem zweiten oder dritten Lehrjahr oder spätestens im Jungmeisteralter. Auch Berufsschulen, Lehrkräfte und überbetriebliche Bildungsstätten wurden als wichtige Anknüpfungspunkte hervorgehoben.

Was die junge Generation bewegt

Die Rückmeldungen aus den Innungen zeigen klar: Junge Betriebsinhaberinnen und -inhaber beschäftigen vor allem Themen wie Betriebsabsicherung, Familienabsicherung im Ausfallfall, Versicherungs- und Steuerfragen sowie die Modernisierung bestehender Familienbetriebe. Hier sehen die Innungen die Chance, ihre Angebote noch stärker praxisnah auszurichten und gezielt Mehrwerte zu schaffen.

Innung als Ansprechpartner für Ausbildung stärken

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Rolle der Innung im Bereich Ausbildung. Die Innung Heidelberg betonte, sich künftig noch deutlicher als Ansprechpartner bei Fragen zu Ausbildung und Prüfung positionieren zu wollen. Ergänzend wurde die Idee eingebracht, Schulungen und Seminare verstärkt regional in den Innungen anzubieten, um die Nähe zu den Betrieben zu erhöhen und die Teilnahme zu erleichtern. Auch die Vermittlung der Strukturen der Handwerksorganisation an junge Menschen wurde als wichtige Aufgabe benannt.

Offener Dialog mit praktischem Mehrwert

Die Regionalkonferenz in Heidelberg hat erneut gezeigt, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen den Innungen ist. Erfolgreiche Ansätze, neue Ideen und auch weniger erfolgreiche Formate konnten offen besprochen werden. Der gemeinsame Tenor: Eine starke Innung lebt von persönlicher Ansprache, attraktiven Angeboten und dem frühzeitigen Einbinden des Nachwuchses. Die Konferenz bot dafür einen konstruktiven Rahmen und lieferte wichtige Impulse für die zukünftige Innungsarbeit in der Region.

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