6. Februar 2026

Heizungsoptimierung wächst, Potenzial oft noch ungenutzt

Mit digitaler Heizungsoptimierung lassen sich 10 bis 20 Prozent Energie einsparen. Davon profitieren Mieter wie Vermieter. Eine neue Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (dena) zeigt ein starkes Marktwachstum. Allerdings nutzen nach wie vor recht wenige die Möglichkeiten dieser Technik. Dabei ist für Mehrfamilienhäuser mit sechs und mehr Nutzungseinheiten laut Gebäudeenergiegesetz (§60b) eine Heizungsoptimierung verpflichtend. In diesem Zuge bietet es sich an, digitale Systeme, wie z. B. ein Home-Energy-Management-System (HEMS) nachzurüsten.

Die Heizsaison ist in vollem Gange und mit ihr ein bekanntes Problem: Viele Heizungsanlagen in Deutschland arbeiten ineffizient. Dabei sind digitale Lösungen zur Überwachung und Optimierung des Heizbetriebs längst verfügbar. Den aktuellen Stand zeigt die Umfrage „Digitales Heizungsmonitoring in deutschen Mehrfamilienhäusern” des Kompetenzzentrums für Energieeffizienz durch Digitalisierung (KEDi) unter Technologieanbietern. Positiv ist, dass die angebotenen Lösungen mehr in die Anwendung kommen – in den vergangenen drei Jahren verzeichneten die teilnehmenden Unternehmen jährliche Wachstumsraten von mehr als 50 Prozent. Allerdings geht dieses Wachstum von einem niedrigen Gesamtniveau aus, und es wären deutlich höhere Zuwachsraten möglich. Laut Umfrage sind digitale Lösungen derzeit nur in etwas mehr als vier Prozent der Mehrfamilienhäuser im Einsatz.

Heike Marcinek, Arbeitsgebietsleiterin Klimaneutrale Gebäude bei der dena, sagt: „Ein konsequenter Rollout solcher technischen Lösungen könnte einen entscheidenden Beitrag leisten, die Klimaziele 2030 im Gebäudesektor zu erreichen. Mit diesen digitalen Lösungen können der Energieverbrauch im Gebäudebereich und die damit verbundenen Kosten für Vermietende und Mietende schnell und wirtschaftlich sinken.”

Weitere Vorteile dieser digitalen Lösungen sind u. a. eine vorausschauende Wartung, die Erhebung von Datengrundlagen für die Planung passgenauer Sanierungsmaßnahmen oder die einfachere Erfüllung von Pflichten zur Heizungsprüfung und -optimierung. Vermieter können die entstehenden Kosten häufig auf die Nebenkosten umlegen, was wiederum servicebasierte Geschäftsmodelle ermöglicht. Ein effizienterer Anlagenbetrieb sorgt dafür, dass Mieter weniger Energie verbrauchen und somit trotz der Umlage Kosten sparen.

In meiner Merkliste speichern

Von meiner Merkliste entfernen

Inhalt teilen!
Sie können den Link zur Seite versenden

Artikel im selben Zeitraum

In meiner Merkliste speichern

Von meiner Merkliste entfernen

Inhalt teilen!
Sie können den Link zur Seite versenden