6. Mai 2026

Ein Zeichen des Aufbruchs und der Verlässlichkeit

Mit dem heute vorgestellten Koalitionsvertrag setzt die künftige Landesregierung aus Sicht von Handwerk BW ein starkes Signal für wirtschaftliche Vernunft, Modernisierung und mehr Vertrauen in Betriebe und Mittelstand. CDU und Grüne bieten damit ein positives Gegenmodell zur planlosen Bundespolitik, so der Spitzenverband des Handwerks im Land.

Viele Vorschläge aus dem Forderungskatalog „26 für 26″ des Handwerks wurden aufgegriffen – von der Verdopplung der Meisterprämie über den Bürokratieabbau bis zur Stärkung der beruflichen Bildung. Für das Handwerk in Baden-Württemberg ist das ein wichtiges Zeichen des Aufbruchs und der Verlässlichkeit.

„Der Koalitionsvertrag zeigt an vielen Stellen, dass die Anliegen des Handwerks und des Mittelstands ernst genommen wurden”, erklärt Handwerk BW-Präsident Rainer Reichhold. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauche es glaubwürdige Botschaften an unsere Betriebe. Der Vertrag setze hier wichtige Schwerpunkte und unterscheide sich damit wohltuend von vielen Debatten auf Bundesebene. „Die Verankerung des Begriffs Handwerk im Titel des Wirtschaftsministeriums ist hoffentlich mehr als nur ein neues Klingelschild, sondern ein Kompass für die nächste Legislatur”, betont der Verbandspräsident.

Besonders positiv bewertet Handwerk BW die klaren Aussagen zum Abbau von Berichtspflichten, zur Beschleunigung von Genehmigungen und zur Digitalisierung der Verwaltung. Auch die Zusage, auf zusätzliches „Gold-Plating” bei der Umsetzung von Bundes- und EU-Vorgaben zu verzichten, sei eine gute Nachricht für die Betriebe im Land.

„Viele Formulierungen und Zielsetzungen greifen zentrale Forderungen auf, die das Handwerk in den vergangenen Monaten sehr deutlich formuliert hat”, so Reichhold. Dass der Koalitionsvertrag explizit den vom Handwerk vorgeschlagenen Modernisierungspakt für berufliche Bildungsstätten erwähne, sei ein weiterer Beweis für die Wertschätzung der täglichen Arbeit, die im Handwerk für die Fachkräftesicherung geleistet wird.

Positiv bewertet der Verband zudem die klare mittelstandsorientierte Ausrichtung des Vertrags. Die Verstetigung des Programms „Horizont Handwerk” sowie die angekündigte Verdoppelung der Meisterprämie auf 3.000 Euro seien konkrete und praxisnahe Maßnahmen zur Fachkräftesicherung und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts. Auch der geplante Ausbau der Nachfolgeprogramme lässt auf weitere Unterstützung des Handwerks hoffen.

„Der Vertrag vermittelt an vielen Stellen den Willen, Probleme pragmatisch zu lösen und wirtschaftliche Dynamik wieder stärker in den Mittelpunkt zu stellen”, betont Reichhold. „Jetzt kommt es darauf an, die angekündigten Maßnahmen zügig und praxistauglich umzusetzen. Der Start scheint geglückt.”

In meiner Merkliste speichern

Von meiner Merkliste entfernen

Inhalt teilen!
Sie können den Link zur Seite versenden

Artikel im selben Zeitraum

(hbw)

In meiner Merkliste speichern

Von meiner Merkliste entfernen

Inhalt teilen!
Sie können den Link zur Seite versenden