Handwerkswettbewerb „Mach was!“: Schulen aus dem Land räumen ab
Digitale Kletterwand, Klettersteig aus 120 Tonnen Material, selbstgebauter Hängegleiter: Beim bundesweiten Schulwettbewerb „Mach was!” haben Jugendliche gezeigt, was mit Werkzeug, Teamgeist und der Unterstützung örtlicher Handwerksbetriebe möglich ist. Bei der Preisverleihung am 26. Juni in Künzelsau-Gaisbach kamen vier der fünf ausgezeichneten Schulen aus Baden-Württemberg.
Die Siegerprojekte
Den ersten Platz holte die Tübinger Freie Waldorfschule mit einer digitalen Kletterwand: Über hinterleuchtete Klettergriffe lassen sich hunderte Routen in Echtzeit definieren und speichern, sortiert nach Schwierigkeitsgrad und Körpergröße. Ziel des Teams war es, digitale Kletterwände für Schulen erschwinglich zu machen.
Der zweite Platz ging an die Carl-Dittler-Realschule Remchingen. Gemeinsam mit elf Handwerksbetrieben entstand dort eine beleuchtete Klettersteiglandschaft rund um zwei Natursandsteinfelsen – bewegt wurden dafür mehr als 120 Tonnen Erde, Stahl, Holz und Beton.
Auf dem dritten Platz landete die Haupt- und Realschule Eschershausen in Niedersachsen: Die Jugendlichen bauten einen eigenen Hängegleiter und hoben damit am Übungshang tatsächlich ab.
Den Carmen Würth Preis erhielt die Schule am Michaelsberg Sinsheim für eine nachhaltige Hütte auf Stelzen. Der Sonderpreis ging an die Max-Eyth-Realschule Backnang, die einen Pizzaofen baute und den Baufortschritt auf einem eigens eingerichteten Instagram-Kanal dokumentierte.
Alle Gewinnerteams erhielten einen Pokal, Urkunden, Würth-Gutscheine im Wert von insgesamt über 3.000 Euro sowie ein Fan-Paket. Abends durften die Jugendlichen ihren Sieg beim Würth Open Air feiern.
Handwerksbetriebe als Partner gesucht
Ohne die fachliche Begleitung durch örtliche Handwerksbetriebe funktioniert der Wettbewerb nicht. Genau darin liegt die Chance: Wer als Betrieb ein Schulprojekt begleitet, zeigt Jugendlichen ganz praktisch, was der Beruf zu bieten hat – und knüpft frühzeitig Kontakte zu möglichen Auszubildenden. Für SHK-Betriebe, die Nachwuchs suchen, ist das ein niederschwelliger Einstieg in die Zusammenarbeit mit Schulen der Region.
Bewerbung bis 10. Oktober
Die achte Wettbewerbsrunde läuft bereits: Bis zum 10. Oktober 2026 können sich Schulklassen und Arbeitsgruppen der Klassenstufen 7 bis 10 bewerben. Würth unterstützt 200 Schulen mit jeweils 1.000 Euro Fördergeld sowie einer Grundausstattung an Werkzeugen. Umgesetzt werden die Projekte von Dezember 2026 bis April 2027, die Preisverleihung folgt im Juni 2027.

