24. April 2026

SHK-Innung Karlsruhe-Bruchsal eröffnet Schulungs- und Kompetenzzentrum

Neue Wege beim Thema Bildung geht die SHK Innung Karlsruhe-Bruchsal: Das Schulungs- und Kompetenzzentrum WERK.bank in der Karlsruher Oststadt will eine Lücke im bestehenden Bildungssystem der Berufsfachschulen schließen.

Die WERK.bank sei eine Ergänzung zu den Berufsfachschulen, keine Konkurrenzorganisation, sagte Frank Zöller, Obermeister der SHK Innung Karlsruhe-Bruchsal bei der feierlichen Eröffnung vor rund 150 Gästen am 23. April 2026. „Da wir nicht an starre Lehrpläne oder Kursangebote gebunden sind, können wir schnell und flexibel auf jeglichen Bedarf reagieren”, erklärte er weiter. Auf rund 1.000 Quadratmetern wurden Seminar- und Technikräume eingerichtet. Zudem gibt es einen Küchenbereich mit Lounge-Charakter.

SHK-Fördergesellschaft als Trägerin der WERK.bank

 „Die WERK.bank wurde so konzipiert, dass sie alle Anforderungen für Theorie- und Praxisschulungen erfüllt”, betonte Claudia Zimmerling. Sie ist die Geschäftsführerin der Innung und auch der angeschlossenen Fördergesellschaft SHK mittlerer Oberrhein mbH, die Trägerin der WERK.bank ist. „In Zukunft werden hier das ganze Jahr über zahlreiche Kurse und Workshops angeboten, die sich an Auszubildende, Gesellen, Techniker und Meister richten”, erklärte sie weiter. „Den Anfang machen wir mit dem Prüfungsvorbereitungskurs für die Gesellenprüfung Teil 1 im Mai, im Juni sind die Räumlichkeiten schon fest für die Prüfungen gebucht.” Aber auch andere Events werden künftig hier stattfinden: „Ersthelferkurse für die Baustelle, die Freisprechungsfeier für die Gesellen, Vorträge zum geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz, Qualifizierungskurse für Techniker und Meister sowie viele weitere Workshops, die für die SHK-Betriebe von Belang sind.”

Praxisnah, flexibel, fundiert

Obermeister Frank Zöller ergänzte: „Die Mitarbeitenden in unserer Branche müssen immer auf dem neuesten Stand der Technik und der gesetzlichen Vorgaben sein, mit der WERK.bank können wir das sicherstellen: Wir können zeitnah, praxisnah und flexibel unsere Seminare abhalten, zumal wir ein tragfähiges Netzwerk von Referenten und Experten aufgebaut haben.”

Wohlfühlcharme statt Schulatmosphäre

Knapp zwei Jahre hat es gedauert bis aus dem – etwas in die Jahre gekommenen – Gebäude in der Seubertstraße 8 ein modernes und lichtdurchflutetes Kompetenzzentrum wurde. „Mit Wohlfühlcharakter”, ergänzte Claudia Zimmerling lächelnd. „Denn es war uns wichtig, dass keine sterile Schulatmosphäre herrscht. Die Leute sollen sich bei ihrer beruflichen und auch persönlichen Weiterentwicklung gut aufgehoben fühlen, fast wie in einem Wohnzimmer.” Farbenfroh gestaltete Wände mit motivierenden Zitaten bekannter Persönlichkeiten und kleine Rückzugsinseln mit Sesseln und Tischen runden das Profil der WERK.bank ab.

WERK.bank öffnet sich auch für andere Markteilnehmer

„Der Aufwand hat sich gelohnt”, befand Aeneas Kleiner, Vorstandsmitglied der Innung. „Das spiegeln die Kommentare wieder, die wir heute von den Gästen erhalten haben.” Auch sie sollen künftig von dem Kompetenzzentrum profitieren können: „Perspektivisch ist es so, dass gewerkübergreifende Markteilnehmer oder engagierte Betriebe und Unternehmen die WERK.bank nutzen können: Das können betriebseigene Schulungen sein oder die Vorstellung neuester technischer Errungenschaften und ihr Handling.” Besonderes Lob erhielt die WERK.bank von Ehrengast Peter Haas, dem Hauptgeschäftsführer des Baden-württembergischen Handwerkstags: „Sie haben hier ein tolles Konzept auf die Beine gestellt. Das gesamte Handwerk braucht genau solche Impulse!” Für Claudia Zimmerling sind diese Sätze Ansporn und Verpflichtung zugleich: „Für uns zählt der Netzwerkcharakter, wir gucken gerne über unseren Tellerrand, nur so können wir gemeinsam etwas bewegen”.

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(kh)

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