3. August 2026

Barrierefreies Bad: KfW-Zuschuss für 2026 gestoppt

Wer sein Bad altersgerecht umbauen und dafür einen Zuschuss beantragen will, kommt in diesem Jahr zu spät: Die staatliche Förderbank KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) hat am 30. Juli einen Antragstopp für das Programm „Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung” (455-B) verhängt. Die vom Bundesbauministerium für 2026 bereitgestellten Mittel sind vollständig durch Anträge belegt.

Wer bereits eine Zusage hat, muss sich keine Sorgen machen: Bestehende Zusagen bleiben gültig, die Mittel dafür sind reserviert. Auch alle bis zum Stichtag eingegangenen Anträge werden noch bearbeitet und bei Vorliegen der Voraussetzungen bewilligt.

Alternativen bleiben

Für alle anderen bleiben zwei Wege offen: Den Abbau von Barrieren in Wohngebäuden fördert die KfW auch mit zinsverbilligten Krediten. Dieses Programm (159) steht weiterhin zur Verfügung. Ob und wann der Zuschuss wieder beantragt werden kann, ist offen – die KfW will darüber auf ihrer Produktseite informieren. 

Unabhängig davon gilt: Wer einen anerkannten Pflegegrad hat, kann bei der Pflegekasse einen Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen beantragen – bis zu 4.180 Euro je Maßnahme, bereits ab Pflegegrad 1. Dazu zählt ausdrücklich auch der pflegegerechte Umbau des Badezimmers. Wichtig: Der Antrag muss bewilligt sein, bevor der Auftrag an den Fachbetrieb geht.

Informationen des Bundesgesundheitsministeriums zur Wohnungsanpassung

Sieben Monate, dann leer

Der Zuschuss war erst zum Jahresbeginn 2026 zurückgekehrt, nachdem der Bund 50 Millionen Euro dafür eingeplant hatte. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) hatte damals zwar begrüßt, dass das Thema wieder auf der Agenda steht, zugleich aber vor einer deutlichen Unterfinanzierung gewarnt: 50 Millionen Euro reichten nicht aus, um den Bedarf zu decken. In früheren Programmjahren hätten 75 Millionen Euro zur Verfügung gestanden – und seien regelmäßig schon zur Jahresmitte ausgeschöpft gewesen. Gefordert hatte der Verband 150 Millionen Euro.

Genau diese Befürchtung hat sich bestätigt. Barrierefreie Bäder seien keine Komfortfrage, sondern eine soziale Notwendigkeit, hatte ZVSHK-Präsident Michael Hilpert im vergangenen November betont. Ohne ausreichende Mittel drohten Wartezeiten und ein Investitionsstau.

Was jetzt zu tun ist

Ein barrierefreier Umbau lohnt sich auch ohne den KfW-Zuschuss – er erhält die Selbstständigkeit im eigenen Zuhause und steigert den Wert der Immobilie. Wer ohnehin plant, sollte die Zeit nutzen: Ein SHK-Fachbetrieb klärt vor Ort, was baulich möglich ist, und erstellt ein belastbares Angebot. Kommt der Zuschuss zurück, lässt sich der Antrag dann sofort stellen.

Jetzt SHK-Fachbetrieb in der Nähe finden

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